bee clever - mehr als nur Zucker… wer ist hier der Süße?

Wissenswertes über Honig bezüglich Zucker und Kohlenhydrate.

Simon Tötschinger

1/20/20244 min lesen

Der glykämische Index (GI) ist ein Maß dafür, wie schnell und stark der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Kohlenhydraten ansteigt. Im Vergleich zum raffinierten, weißen Zucker hat Honig einen wesentlich niedrigeren GI. Dies bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Honig langsamer ansteigt und weniger stark schwankt.

Der Hauptbestandteil von Honig ist Glukose, ein Einfachzucker, der dem Körper schnell Energie liefert. Neben Glukose enthält Honig auch Fruktose, einen anderen Einfachzucker, sowie Mehrfachzucker. Diese Kombination von Zuckern sorgt dafür, dass die Energie aus Honig länger anhält und der Körper über einen längeren Zeitraum versorgt wird.

Im Vergleich zu Honig gibt es eine Vielzahl von Zuckeralternativen auf dem Markt. Zu den bekanntesten gehören Agavennektar, Ahornsirup, Kokosblütenzucker, Reissirup, Stevia, Erythrit und Xylit. Jede dieser Alternativen hat ihre eigenen Eigenschaften und Auswirkungen auf den Stoffwechsel.

Agavennektar wird aus dem Saft der Agavenpflanze gewonnen und enthält hauptsächlich Fructose. Er hat einen niedrigeren GI als Honig, liefert jedoch weniger Energie.

Ahornsirup wird aus dem Saft des Ahornbaums gewonnen und besteht hauptsächlich aus Saccharose. Der GI von Ahornsirup ist ähnlich wie der von Honig, aber er enthält weniger Nährstoffe.

Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen und enthält verschiedene Zuckerarten, darunter auch Fruktose und Glukose. Er hat einen niedrigeren GI als raffinierter Zucker, liefert jedoch ähnlich schnell Energie.

Reissirup wird aus fermentiertem Reis hergestellt und besteht hauptsächlich aus Glukose. Sein GI ist höher als der von Honig, aber niedriger als der von raffiniertem Zucker.

Stevia ist ein natürlicher Süßstoff, der aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen wird. Er hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und enthält keine Kalorien.

Erythrit und Xylit sind Zuckeralkohole, die aus natürlichen Quellen gewonnen werden. Sie haben einen niedrigen GI und liefern weniger Kalorien als Zucker.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Verwendung von Zuckeralternativen dennoch in Maßen erfolgen sollte. Obwohl sie einen niedrigeren GI haben als raffinierter Zucker, enthalten sie immer noch Kohlenhydrate und können bei übermäßigem Verzehr zu einer Gewichtszunahme führen.

Honig ist eine gesunde Alternative zu raffiniertem Zucker, da er einen niedrigeren GI hat und zusätzlich verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien enthält. Dennoch sollte auch Honig in Maßen genossen werden, um den Zuckerkonsum insgesamt zu reduzieren.

Glykämischer Index von Honig

Der glykämische Indes (GI), der aussagt wie schnell und hoch der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Kohlenhydraten ansteigt, ist bei Honig wesentlich niedriger als beim raffinierten, weißen Zucker. Glukose Zucker liefert sehr schnell Energie. Fruktose Zucker und Mehrfachzucker bringen länger anhaltende Energie.

Honig beim Sport

Honig ermöglicht aufgrund seiner Zusammensetzung (langanhaltende) Dauerleistung, wie Versuche mit Sportlern gezeigt haben, da Muskeln und Nerven schnell und anhaltend mit Energie versorgt werden.
Wenn die kraft nachlässt einfach einen Löffel Honig in den Mund, so Sportler Richard Fischer vom SV Jois.

Welche Zuckeralternativen gibt es?

Honig, Agavennektar, Ahornsirup, Kokosblütenzucker, Reissirup, Stevia, Erythrit, Xylit: Das Angebot der Zuckeralternativen ist gewaltig. Aber worin bestehen die Unterschiede, wie sind die Süßungsmittel zusammengesetzt und was sind die Auswirkungen auf den Stoffwechsel? Zum Video

  • 70-80% Zucker

  • 15-20% Wasser

  • MINERALSTOFFE

  • VITAMINE

  • Enzyme

  • Aminosäuren

  • Pollen

  • INHIBINE



Zuckerverbindungen:

  • 30-40% Fruchtzucker

  • 20-40% Traubenzucker

  • 5% Rohrzucker

  • 4-14%% Malzzucker

  • 1-14% Mehrfachzucker

Fruchtzucker wird umgewandelt und in der Leber gespeichert. Traubenzucker bewirkt Energiegewinnung und die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen.
Honig ist ein sehr stoffwechselfreundiges Nahrungsmittel.

Vitamine:

  • B2 0,1 mg = 6% RDA

  • B6 0,2 mg = 10% RDA

  • C 2,6 mg = 5% RDA

  • Pantothensäure 0,1 mg = 2% RDA

  • Niacin 0,1 mg = 1% RDA

Vitaminen B1, Biotin H, Nikotinsäure, Folsäure.
Speziell das Vitamin B1 hilft bei der Zuckerverarbeitung und das Vitamin C leistet einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Eisenauslastung.

Mineralstoffe auf 100g Honig:

  • Kalium 46 mg = 1%

  • Kalzium 5 mg = 1%

  • Natrium 7 mg = 1%

  • Magnesium 6mg = 2%

  • Phosphor 18mg = 3%

  • Schwefel 1 mg = 1%

  • Kieselerde

Calcium, Silicium, Natrium, Chlor.
Die Mineralstoffe Kalium und Magnesium sind sowohl für die Blutdruckregulation als auch für die Steuerung der Muskel- und Nervenfunktionen zuständig. Magnesium kann gemeinsam mit Vitamin B6 Spannungen der Gefäßmuskulatur senken.

Spurenelemente auf 100g Honig:

  • Eisen 1209 ug = 8,6%

  • Kupfer 95 ug = 1%

  • Mangan 27ug = 1%

  • Zink 361ug =3%

  • Flour 40 ug = 1%

Chrom,
Eisen wird für die Bildung des roten Blutfarbstoffes benötigt. Kupfer ist vor allem wichtig im Abwehrkampf gegen Infektionen.

Aminosäuren auf 100g Honig:

  • Alanin 16 mg

  • Arginin 22 mg

  • Asparaginsäure 39 mg

  • Cystein 7 mg

  • Glutamin 3 mg

  • Leucin 23 mg

  • Lysin 15 mg

  • Methionin 7 mg

  • Phenylalanin 19 mg

  • Leucin/Isoleucin, Threonin, Histidin, Glycin, Serin, Valin, Prolin.

In 100g Honig sind durchschnittlich 100mg freie Aminosäuren enthalten. Diese werden im menschlichen Körper für die Bildung wichtiger Stoffwechselgeschehen benötigt. Prolin die am stärksten vertretene Aminosäure. Sie unterstützt die Bildung des roten Blutfarbstoffes.

Enzyme:
(Fermente), Invertase, Diastase, Katalase, Phosphatase, Glucose-oxidase
Bei der fermentativen Zuckerumwandlung entstehen Stoffe mit antibakterieller Wirkung. Honig ist daher sehr lange haltbar.

Hormone:
Acetylcholin, Wuchsstoffe Acetylcholin

Säuren:
Apfelsäure, Essigsäure, Zitronensäure, Milchsäure, Buttersäure, Succinsäure,
Pyroglutaminsäure, Gluconsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, Ameisensäure.

Pollen:
Blütenhonige enthalten kleine Mengen an Pollen.

Aromastoffe:
Carbonsäuren, Phenylessigsäureester, Acetaldehyd, Isobutyraldehyd, Formaldehyd, Aceton, Diacetyl und weiter ca. 120 Duft- und Aromastoffe.
Sind für den unterschiedlichen Geschmack und Geruch der verschiedenen Honigsorten verantwortlich. Regen Appetit und Verdauung an.

Inhibine:
Flavonoide, Glucoseoxidase/Wasserstoffperoxid und weitere Bactericide
Sind Hormonstoffe.